5 Tage im Norden 2017

Vom 16.-22. Juni 2017 fand der Distanzritt und die Distanzfahrt 5 Tage im Norden als Kartenritt in Lütjensee (Mecklenburg-Vorpommern) statt. Es handelt sich um einen Mehrtagesritt 361 km (92/66/65/66/78), bei dem auch Einzeletappen möglich sind. Veranstalter und Organisatoren waren Claudia Köhler und Stefan Bader.

 

 


MTR 361 km    

11 Starter, 11 in der Wertung

1. Dirk Frenzel mit Sheela (1824 min / 11,9 km/h) – 361 km
1. Stephan Bader mit Hamdani Adham (1824 min / 11,9 km/h) – 361 km
3. Marcus Kirchner mit Zargun (1861 min / 10,6 km/h) – 330 km
4. Tatiana Peter mit Saaida Mashug Al Thawi (1591 min / 11,8 km/h) – 312 km
5. Nina Luley mit Ajax (1765 min / 10,6 km/h) – 312 km
6. Franziska Finkel mit Zhaji el Aziz (1267 min / 12,1 km/h) – 255 km
7. Gabriela Förster mit Bermuda Gold (1454 min / 10,4 km/h) – 252 km
8. Dinie Achterstraat mit Nurmi 90 (1054 min / 10,2 km/h) – 179 km
9. Anna Marczak mit Kudret Han  II (827 min / 10,2 km/h) – 140 km
10. Claudia Köhler mit Ashoka 4 (802 min / 10,4 km/h) – 139 km
11. Tanja Wedemeyer mit Cape Town (786 min / 9,5 km/h) – 124 km

 


MTF 361 km  

1 Starter, 1 in der Wertung

1. Meike Heisig mit Seven Seas of Love (1824 min / 11,9 km/h) – 361 km

 


Rittbericht 

von Franziska Finkel

5 Tage im Norden 

Nach langem hin und her, abwägen und überlegen hatten wir uns entschieden die 5 Tage im Norden bei Claudia Köhler und Stephan Bader zu nennen. Da Zhaji erst 7 Jahre ist, war von Anfang an klar das wir nicht die ganzen ausgeschrieben 367 km bestreiten würden.

Am Freitag, den 17.06.2017 um ca. 7:00 Uhr ging die Reise Richtung Hamburg zu Claudia.

Ca. 7 1/2 h Fahrt lagen vor uns. Wir hatten Glück und kamen ohne Stau, Unfälle und andere Vorfälle am Start-und Zielort an. Zur Begrüßung gab es selbstgebackenen Kuchen mit Sahne…. lecker…

Am Abend haben wir (12 Starter, 2 Tierärzte, Trosser und Begleiter) zusammen gegrillt. Die Vorbesprechung war wie auf allen Köhler/Bader Ritten kurz und lustig.

Tag 1, Samstag starteten wir  entspannt auf die erste Tagesetappe von 92 km. Zu meinem Glück konnte ich mich an die hier schon auskennende Truppe um Tatiana, Meike (einzige Fahrerin), Dirk und Stephan „ranhängen“. Zhaji war motivierter Dinge und stapfte flott los. Ich hatte meine Mühe sie zu überzeugen Abstand zu den Pferden vor ihr zu halten. Der erste Tag war, wie im Beiblatt schon angekündigt, am Anfang nicht ganz barhuftauglich. Die Pausen waren auf dem ganzen Ritt nicht unter 40min, so dass alle Pferde zur Ruhe kamen, fressen konnten und auch die Reiter ohne Tross Zeit für sich hatten. Sybille Knorr und Regine Markowitsch, erfahrene  Tierärzte teilten sich die Pausen, so das kein Stress auf kam. Zhaji und ich beendeten den 1. Tag bei 41 km, wie geplant. Wir fuhren mit Zhaji zum Etappenziel des Tages und warteten auf die Weiterreiter. Nach einer erfrischenden Dusche und Abendessen bei der Gastgeberin gab es wie gehabt eine kurze und lustige Vorbesprechung mit Anekdoten vom Tag (zurück schnippender Ast vom Vorreiter fegte Reiter hinter den Sattel, Hopp mit Sulky….).

Tag 2, die sich am 1. Tag gefundenen Gruppen gingen wieder gemeinsam auf die Strecke. Zu reitende Wege wurden immer barhuffreundlicher, die Landschaft immer schöner. Hinter dem Sulky fand ich mit Zhaji eine Lösung für uns Beide. So musste ich nicht permanent eingreifen bzw. bremsen und Zhaji konnte entspannter laufen und lernte im Laufe des Tages immer mehr einen akzeptablen Abstand für uns Beide zum Sulky zu halten. Unsere Etappe endete wie geplant bei 53 km. Wir fuhren entspannt nach Neu-Lübtheen zum bekannten Austragungsort der Elbtaldistanz (Veranstalter Markus Kirchner) und dem Frühjahr-und Herbstritt ehemals Alt-Jabel. Nachdem wir Zhaji versorgt hatten und die Bremsen weitest gehend im Griff, konnten wir uns nach einer erfrischend Dusche wieder mit selbstgebackenem Kuchen und Sahne den Bauch vollschlagen. Früher aufhören bzw. warten auf die Weiterreiter bekommt mit solch einem leckeren Kuchen einen ganz neuen Blickwinkel… oder man kann auch sagen ein ganz neues Gewicht. Da Claudia und Stephan neben Veranstalter auch Reiter sind, trug jeder Starter, Trosser, Helfer, TA seinen Teil zum Gelingen des Rittes bei, sei es Essen schnippeln, Tische rücken, Abwaschen etc…..wie eine große Familie half jeder Jedem. Zum Abendessen gab es Spaghetti mit viel Sauce Bolognese und Salat. Vorbesprechung wie gehabt mit Abstimmung der Startzeit am nächsten Tag, mit der Option der Hitze zu entgehen oder den Bremsen.

Tag 3, es ging im Rundritt um Neu-Lübtheen auf schönstem barhuffreundlichem Geläuf. 66 Km vergingen wie im Flug. Zhaji lief super und war jeden Tag fitter. Ein riesen Grillmenü mir reichlich Fleisch, Wurst, Grillkäse, Grillgemüse, Salat und anderen Leckereien ließ den 3. Tag entspannt ausklingen. Zur Vorbesprechung kam eine kleine Streckenänderung und das obligate Abstimmen über die Startzeit.

Tag 4, nach einer Schleife von ca. 16km gab es eine Pause von 1h mit leckerem  Frühstück. Die Pferde konnten die Pause noch ohne Bremsen auf ihrem Paddock genießen. Weiter ging es auf schönen Wegen bis 44 km, wo wir wie geplant aufhörten und zur Wiese von Tag 2 fuhren. Natürlich wurde uns die Wartezeit auf die Weiterreiter, nach erfrischender Dusche,  wieder mit Kuchen und andere Leckereien versüßt.

Tag 5, nach 4 km Schritt mit viel geplauder und guter Laune beschlossen wir dann doch Anzutraben und den letzten Tag unter die Hufe zu nehmen. Auch gab es wieder schöne breite Wege bis 51 km, wo ich mit Zhaji wie geplant den Ritt beendete. Wir luden entspannt auf und fuhren zum Ziel wo uns wieder ein frisch gebackener Kuchen erwartete. So konnten wir entspannt auf die Weiterreiter warten die insgesamt 78km reiten wollten. Am Abend wurden die traditionellen Pizzen bestellt und eine kleine nette Siegerehrung abgehalten. Entspannt klang der letzte Abend aus.

Am Donnerstag, den 22.6.2017 eine letzte Tierarztkontrolle zur Transportfreigabe und ein letztes gemeinsames Frühstück vor der gemeinsamen Verabschiedung einer super netten Truppe.

Zhaji und Ich profitierten, auf den für uns insgesamt 255 km, jeden Tag von der Truppe um uns. Jeder passte auf jeden auf, solch ein Gefühl des Zusammen reitens hatte ich bisher auf keinen Ritt.

Vielen Dank an Claudia, Stephan, Dirk, Tatiana, Meike und allen Anderen für diese tolle Erfahrung und entspannten Ritt!