1. Heckengäu Distanz 2019

Am 8. Juni 2019 fand die 1. Heckengäu Distanz in Baden-Württemberg statt. Angeboten wurden folgende Distanzritte und -fahrten: EFR 33 km, EFF 33 km, KDR 56 km, KDF 56 km, MDR 80 km, MDF 80 km. Die Veranstalterin der Erstveranstaltung war Charline Liskow.

1. Heckengäu Distanz 2019, Foto: Barbara Miller

Rittbericht

1. Heckengäu-Distanz, zweispännig über 33 km

Am 8.6.2019 veranstalteten Charline Liskow und Gunnar Schillig die erste Heckengäudistanz mit rund 30 Teilnehmern in der Nähe von Aidlingen, süd-westlich von Stuttgart. 

Nach einer verregneten Nacht auf einer großzügigen Paddockwiese am Waldrand gings unter der tierärztlichen Betreuung von Martina Zink bei besten Wetterverhältnissen auf die Strecke. Es waren Wettbewerbe über 33 km, 56 km und 80 km jeweils als Fahrt und als Ritt ausgeschrieben.

Diese Chance nutzen wir, um mit unseren Stuten Halima (11 Jahre) und Nahla (5 Jahre) zweispännig auf die 33km Strecke zu gehen. 

Bei Gespannen muss laut Reglement für jedes Pferd mindestens eine Person über 14 Jahre auf der Kutsche sitzen (davon mindestens eine über 18 Jahre). Eine Regelung, die uns dazu bewogen hat, Distanzsport nicht als Einzelkämpfer sondern als Familie zu betreiben und so waren nicht nur mein Mann und ich sondern auch unsere Kinder (2 Jahre und 8 Jahre) auf der Marathonkutsche, als es morgends dann auf die 33 km Strecke ging.

Ein- und Ausspannen ist insbesondere beim Mehrspänner etwas aufwändiger als das Satteln der Reitpferde. Hier kam uns die spontane große Hilfsbereitschaft unter den Teilnehmern und die gute Organisation der Veranstalter entgegen. Der zugeteilte Paddock war groß genug für 2 Hänger-Gespanne, den Paddock für 2 Pferde sowie Platz zum Ein-und Ausspannen. Die Pause war mit 60 min auch ausreichend. 

Für die Reiter würde ich die Strecke für einen EFR als anspruchsvoll aber gut machbar bezeichen, für einen EFF ist vorausschauendes Fahren angesagt. Auf jeden Fall ist sie landschaftlich ausgesprochen reizvoll, der ständige Wechsel zwischen offener Fläche und Wald lässt keine Langeweile aufkommen, die Wege waren überwiegend fein geschotterte Waldwege oder Wiesenwege. 

Es gab auf der Strecke genug Trinkwasser und helfende Hände, so dass auch trossloses Reiten / Fahren Spaß gemacht hat. 

Für uns als Zweispänner war lediglich eine Spitzkehre nicht zu befahren, aber auch hier hatte Charline vorgesorgt und so konnte dieses Teilstück problemlos und mit nur wenigen zusätzlichen Metern umfahren werden. Unsere Stuten bewältigten die Strecke auch an engen und anspruchsvollen Stellen als Team problemlos.  

Die Zeit bis zur Siegerehrung verging bei bester Bewirtung mit Grillfleisch, Spagetti und Salat sowie Käsekuchen wie im Flug. 

Ich danke Charline, Gunnar, den Tierärztinnen und den zahlreichen Helfern für diesen gut organisierten Distanz-Tag und hoffe, dass sich zukünftig mehr Veranstalter auch auf die Fahrer einstellen. 

Jen-Li Kneer